Motorradfahren

bedeutet Freiheit für mich

Michael Schnedl

Motoröl und Bohrwasser im Blut

Meine Erstzulassung war 1969. Den Motorradführerschein habe ich 2012 gemacht und bin seither ca. 60.000 km gefahren.

Ich bin stolz auf 2 tolle Kinder und 4 perfekte Enkelkinder – ein echter Motorradopa also. Beruflich bin ich Einzelunternehmer, ich betreibe eine Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Maschinenbau-Marketing (deswegen auch Bohrwasser im Blut) www.maschinenbau-marketing.at.

Meine Frau Mirjam begleitete mich früher als aktive Fahrerin, seit 2018 ist sie begeisterte Sozia. Mit ihr bin ich meine bisher schönsten Touren (Route Grand Alps und die Süditalien-Tour) gefahren. Dabei habe ich meine Lust auf Motorradreisen entdeckt.

Held Touring Suit

Was ist Motorradfahren für mich?

Nicht nur über den Wolken kann die Freiheit Grenzenlos sein.

Motorradfahren bedeutet für mich, nur bei mir zu sein. Völlig frei. Voll konzentriert, alle Sinne völlig sensibilisiert auf das, was mir begegnet. Immer fokussiert auf den Genuss, jederzeit entscheiden zu können, wie es weiter geht.

Was macht Motorradreisen so besonders?

Eine Reise mit dem Motorrad reduziert das, was man in dieser Zeit zum Leben benötigt, auf ein Minimum. Das Gepäck ist beschränkt, der Tagesablauf ist sehr strukturiert (zumindest wenn man ein Ziel im Visier hat). Gleichzeitig ist man auf einer Motorradreise nah an der Natur und den Menschen des Landes, das man bereist. Ich fühle mich als Motorradreisender immer sehr willkommen.

Wieso fahre ich gerne solo?

Allein zu verreisen setzt voraus, dass man es mit sich selber aushält. Ich war mir vor meiner ersten Solo-Tour (3 Tage durch Norditalien) nicht ganz sicher, ob ich das schaffe. Die Praxis hat mir aber gezeigt, dass man beim Fahren auf niemanden Rücksicht nehmen muss und seine Pläne sehr flexibel selbst gestalten kann. Und das mit dem Alleinsein war auch kein Problem, weil ich tatsächlich selten allein war. Auf dem Zeltplatz, im Restaurant oder in der Pension sind immer Menschen zur Stelle, die sich darüber freuen, wenn man ein wenig mit ihnen plaudert. Falls du dir auch überlegst, allein zu verreisen, dann kann ich dir ein Buch empfehlen, das mir sehr wertvolle Tipps zu diesem Thema gebracht und mich ermutigt hat, das Solo-Touren einmal zu probieren.Das Solo-Reisen mit dem Motorrad hat natürlich auch seine speziellen Herausforderungen. Im Fall von Pannen oder Stürzen gibt´s keinen Kollegen, der einem helfen kann. Für diese Fälle habe ich ein paar Antworten gefunden, mit denen ich mich mit gutem Gefühl auf den Weg machen kann:Notfallsender A*LIVE von ProtegearLeichtes Gepäck (das Motorrad ist schon schwer genug ;-)Kompromisslos gute Motorradbekleidung von HELDProtektorenweste von ORTEMA

On- oder Offroad?

Beides. Seit 2018 perfektioniere ich meine Fahrtechnik mit meiner 125er Beta Trial. Das macht Spaß und hat einen hohen Suchtfaktor. Irgendwann war´s mir dann aber zu langweilig, auf einem Hektar durch den Wald zu fahren und ich wollte meine GS ins Gelände schicken. Das habe ich dann im Offroadpark Hechlingen gemacht, wo ein professionelles Trainerteam das Können vermittelt, das man im Gelände mit so einem schweren Motorrad braucht. Seither bin ich verrückt nach Gelände – aber eine schöne Passstraße mit tollen Kehren ist immer noch ein fahrerischer Traum für mich. 


Der Solotrip – für die einen die beste Art des Reisens überhaupt, für andere ein Abenteuer, von dem sie schon lange träumen. Was ist das Besondere am Alleinreisen? Und gehört wirklich so viel Mut dazu, wie viele meinen? Annika Ziehen reist seit Jahren allein, und was sie zwischen Kapstadt und New York erlebt hat, inspiriert, es ihr sofort nachzutun.